Spritztour Třebíč

Die Spur, die sie in Třebíč hinterließ, wurde im Jahr 2003 Teil der Liste des UNESCO- Weltkulturerbes. In einer fast unveränderten Gestalt blieb hier das jüdische Viertel Zámostí erhalten und mit diesem Viertel wurde auch die Basilika des Heiligen Prokop zur Liste des UNESCO-Weltkulturerbes hinzugefügt. Třebíč wird oftmals als ein schillerndes Beispiel für das friedliche Zusammenleben zweier Kulturen bezeichnet. Die Geschichte von Třebíč lässt sich bis ins 12. Jahrhundert zurückverfolgen, als dort ein benediktinisches Kloster gegründet wurde. Die vorteilhafte Lage am Ufer des Flusses ist der Hauptgrund dafür, dass die Stadt zu einem kulturellen und religiösen Zentrum wurde. Die ersten Nachrichten über das jüdische Viertel stammen aus dem 16. Jahrhundert. Zwei Jahrhunderte später war das jüdische Viertel in Třebíč das Größte in ganz Mähren. Zámostí ist ein typisches jüdisches Viertel mit krummen Gassen, kleinen Marktplätzen und einer dichten Besiedlung. 123 Häuser sowie zwei Synagogen, das frühere Rathaus, das Rabbinat, eine Schule, ein Krankenhaus und der Friedhof blieben erhalten. Dieser wurde im 17. Jahrhundert gegründet und gehört zu den größten in Tschechien. Bis heute blieben 3000 Grabsteine von den unterschiedlichsten Baustilen erhalten, von der Renaissance bis heute. Die jüdischen Sehenswürdigkeiten in Třebíč sind außer denen in Jerusalem die Einzigen, die selbstständig auf die Liste des UNESCO- Weltkulturerbes hinzugefügt wurden. Die romanische Basilika des Heiligen Prokop stammt aus der Mitte des 13. Jahrhunderts und besitzt gotische Merkmale. Stark zerstört wurde sie bei der Belagerung der ungarischen Truppen im Jahr 1468. Die kostenaufwendigen Rekonstruktionen retteten das Gebäude und ermöglichten den Besuchern bis heute es zu besichtigen. In der Basilika befindet sich eine große Gruft mit einem gotischen Gewölbe. Die wird von 50 Pfeilern und Halbmästen gehalten, alle mit einer originellen Kappe.

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